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Bundesstaat im südwestlichen Mitteleuropa, 41 290 km², 7,5 Mio. Einwohner, Hauptstadt Bern, Amtssprachen Deutsch, Französisch, Italienisch.
Land und Leute
Der Hauptteil der Schweiz liegt im Norden der Westalpen, etwa 60 Prozent ihrer Fläche werden von Hochgebirge eingenommen (höchste Erhebung in den Walliser Alpen Monte Rosa mit 4 634 m), sodass sich die Bevölkerung in den Tälern ballt. Im Norden und Nordwesten schließt sich die seenreiche, hüglige Hochfläche des Schweizer Mittellandes an, im Nordwesten folgen die bewaldeten Mittelgebirgshöhen des Jura. Dank zahlreicher Alpenpässe (Großer Sankt Bernhard, Sankt Gotthard, Simplon, Furka, Splügen) ist die Schweiz Durchgangsland und entsprechend ethnisch vielfältig geprägt.
Wirtschaft
Die Schweiz verfügt kaum über Bodenschätze, Landwirtschaft wird auf etwa 6,6 Prozent der Fläche betrieben (Getreide, Kartoffeln, Futter- und Zuckerrüben; stellenweise auch Obst-, Wein- und Tabakbau), sonst v. a. Grünland für Rinderzucht und Milchwirtschaft. Die hoch entwickelte Industrie stellt v. a. Präzisionsmaschinen und -instrumente, Textilien, Uhren, Apparaten, Papierwaren, Schuhen, chemische und pharmazeutische Erzeugnisse und Genussmittel her; bedeutender Fremdenverkehr.
Geschichte
Das u. a. von keltischen Helvetiern und Rhätern besiedelte Gebiet der heutigen Schweiz kam im 1. Jh. v. Chr. unter römischer Herrschaft. In der Völkerwanderungszeit drangen Burgunder und Alemannen ein, die im 6. Jh. von den Franken unterworfen wurden. Im Mittelalter gewannen unter den lokalen Mächten gewannen die Habsburger besondere Bedeutung, gegen die 1291 die Waldstätte Uri, Schwyz und Unterwalden einen Ewigen Bund schlossen (Eidgenossenschaft). Nach der Abwehr der habsburgischen Angriffe in der Schlacht am Morgarten (1315) traten 1332 Luzern, 1351 Zürich, 1352 Glarus und Zug und 1353 Bern bei. Der Schwabenkrieg 1499 brachte die faktische Loslösung vom Reich. Die Einführung der Reformation (Zwingli, Calvin) führte zur konfessionellen Spaltung des Landes. Die 1798 nach der französischen Eroberung gebildete Helvetische Republik wurde 1803 in einen Staatenbund umgewandelt, der sich zu ewiger Neutralität verpflichtete, die bis heute ungebrochen blieb.